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Gerold Tagwerker

Auf den ersten Blick verlangt die Arbeit Gerold Tagwerkers eine Besprechung vor den Formulierungen der Minimal Art, auf die auch der Künstler selbst sich immer wieder bezieht; auf den zweiten Blick entäußert seine Arbeit nicht nur Bestätigung, sondern auch spielerische Verfremdung und Umdeutung derselben (wie es 40 Jahre “danach” gar nicht anders sein könnte), ohne jedoch eine kritische Analyse oder gar Dekonstruktion zu bemühen.

Im gegenwärtigen Diskurs der künstlerischen Praxis als Identitätskonstruktion und Erkenntnisproduktion finden die minimalistischen Überzeugungen nur schwer einen Platz; ihre Verweigerung von Narration, Referenz und Aura scheint im gegenwärtigen Wahrnehmungskontext nicht mehr konsequent zu funktionieren, und auch ihr Bruch mit den europäischen Traditionen mutet derzeit fast nostalgisch an.

mit einem Text von Dagrun Hintze (deutsch, englisch)