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Zauberkünste in Linz und der Welt

Brigitte Felderer

Die nahezu unentdeckte Seite von Linz – sensationslustig und irrational, abergläubisch und exzentrisch – eine zauberhafte Geschichte der Stadt.

Die nahezu unentdeckte Seite von Linz – sensationslustig und irrational, abergläubisch und exzentrisch – eine zauberhafte Geschichte der Stadt.

Nur wenige wissen heute noch etwas über die Illusionisten, Falschspieler, Dompteure, Wunderheiler, Okkultisten, Entfesselungs- und Verwandlungskünstler, Bauchredner und Stimmenimitatoren, Hypnotiseure oder Manipulatoren. Diese sind in Linz und Oberösterreich seit dem 18. Jahrhundert regelmäßig in den Unterhaltungstheatern, auf Plätzen und Straßen, in den Halbwelten und Hinterzimmern, auf den Märkten im Frühling und im Spätsommer aufgetreten.
1908 startete das Unterhaltungstheater „Kolosseum“ am Linzer Hessenplatz sein Variétéprogramm, und noch im selben Jahr zeigte dort eine chinesische Artistengruppe ihre Künste. Einer der eindrucksvollsten Figuren war der chinesische Zauberkünstler und Akrobat Long Tack Sam, 1885 in der Provinz Shangdung geboren, der dann in Wien heiratete und sich in Linz niederließ. Künstler wie Horace Goldin, Buffalo Bill oder der Bad Haller Fakir Rayo sowie Caroline Bernhardt oder Jacob Weiß machten Station in Linz.
Zahlreiche Ankündigungszettel und Programmhefte, die in seltener Vollständigkeit erhalten sind, dokumentieren die Geschichte der Linzer Unterhaltung im frühen 19. Jahrhundert. Die Publikation liest sich wie ein reich illustriertes Album der Kuriositäten und Zauberkünste dieser Zeit. „Es ist nicht zu glauben, ohne zu sehen!“, wussten schon die zwei Gedanken lesenden „Wundermädchen“, die 1826 in Linz aufgetreten sind.