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Springerin Band XVII Heft 3 / 2011

Verein "Springerin" (Hg.)
Umbruch Arabien
Welche Ausgangslagen und Gründe für das erstarkte Aufbegehren einer Bewegung tatsächlich existierten, vor allem auch wie tragfähig und zukunftsträchtig sie sich erweisen wird, harrt bislang noch genauerer Untersuchungen.

Ereignisse von großer Wirkung: Was die Selbstverbrennung des Tunesiers Mohamed Bouazizi alles auslösen würde, war am 4. Januar dieses Jahres, dem Tag des Verzweiflungsakts, nicht absehbar. Seither – die Fakten sind bekannt – hat eine Welle von Aufständen und Revolten verschiedenste arabische Länder erfasst. Einige davon wurden bereits im Keim erstickt, während andere in eine anhaltende Bewegung des Protests und der Regimeumwandlung mündeten. Was lange Zeit wie eine unverbrüchliche und weitgehend reformresistente Machtstruktur erschien, war mit einem Mal fragil und unsicher geworden und fand sich nunmehr unter Einsatz von Menschenleben umkämpft. Dass das massenhafte Aufbegehren gegen den in der Region verbreiteten Autoritarismus nicht aus heiterem Himmel erfolgte, ja de facto auch nicht auf einzelne Akte wie eben jene Selbstverbrennung zurückzuführen ist, leuchtet intuitiv ein. Welche Ausgangslagen und Gründe für die erstarkte Bewegung aber tatsächlich existierten, vor allem auch wie tragfähig und zukunftsträchtig sie sich erweisen wird, harrt bislang noch genauerer Untersuchungen.

Sprache: Deutsch