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Situationismus

Luigi Shatom
Der verschlungene Weg zwischen dogmatischen Marxismus und kleinbürgerlichem Anarchismus
Explizit gehen die Situationisten auf keine bestimmte Tradition zurück. Sowohl ihre Perspektive als auch ihre Methoden knüpfen offensichtlich an der Arbeiterbewegung an, ohne dass sie ausdrücklich an irgendeiner ihrer Vorgänger angeschlossen werden können.

Als im Jahre 1957 eine Hand voll schwärmerischer Künstler die Situationistische Internationale gründete, drehten sie offensichtlich den verstaubten Strukturen des offiziellen Sozialismus eine lange Nase. In Anbetracht der Erfahrung ihrer meisten Mitglieder handelte es sich vor allem um eine Performance. Meine Absicht ist es aufzuzeigen, inwiefern die Kritik und die Praxis der Situationisten eine Synthese zwischen Kommunismus und Anarchismus bildet. Meine These besteht darin, dass die Situationisten die theoretische Kraft der marxschen Analyse mit der charakteristisch für die anarchistische Bewegung radikalen Ablehnung jeder Herrschaftsform kombinieren.

Sprache: Deutsch