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Die Angst, die Finsternis, die Trostlosigkeit und das Unheilvolle

Claudia und Julia Müller
Fama & Fortune Bulletin, Heft 32
Die Zeitschrift veröffentlicht exklusiv von Künstlern gestaltete Ausgaben in kleinen Auflagen.
Seit 10 Jahren ein internationales Sammlerobjekt.

Dieser Band erschien anläßlich der Ausstellung "Claudia & Julia Müller. Europäische Fantasien" im Grazer Kunstverein. Als Variation auf "Die Versuchung des heiligen Antonius" steht dieser Zyklus von Zeichnungen in der Tradition von Martin Schongauer, Lukas Cranach und Hieronymus Bosch.

 

Claudia (* 1964 ) und Julia Müller (*1965) haben sich vor allem als Zeichnerinnen einen Namen gemacht. Sie zeichnen in Serien auf Papier, arbeiten aber auch grossformatig direkt auf die Wand. Seit Mitte der 90er-Jahre entstehen installative Werke, in denen die zeichnerischen Bildwelten mit räumlichen Eingriffen verbunden werden. Die künstlerische Recherche der Müller-Schwestern hat ihren Ausgangspunkt in der Befragung einfacher Alltagsbilder. Sie suchen im Alltag das Subversive und in der Normalität die Obsession. Hinter der scheinbaren Naivität ihrer künstlerischen Sprache verbirgt sich Unheimliches. Trotz der vielen subjektiven Bezüge ist der Ansatz von Claudia und Julia Müller aber konzeptuell. Inhaltlich zentral sind Beziehungen, seien es jene zwischen Menschen oder zwischen Menschen und Tieren. Viele Arbeiten bewegen sich im Spannungsverhältnis zwischen dem Lokalen und Volkstümlichen einerseits und dem Fremden und Exotischen andererseits. Ihre Themen und Positionen sind brisant, Claudia und Julia Müller verteidigen diese aber immer mit Empathie und Leidenschaft.

 

Sprache: Deutsch