Sabotage

Robert Jelinek
1992-95
Sabotage bewegt sich wie selbstverständlich seit 10 Jahren zwischen Kunst und Club, ganz ohne zweifelhafter Crossover-Attitüde. Die nicht tot zu kriegende Strategie, die Robert Jelinek für seine waghalsigen Unternehmungen gewählt hat, die heißt Subversion.

Vor 10 Jahren hat Robert Jelinek damit begonnen Telefonzellen zu manipulieren. Er hat Telefonbücher vertauscht oder Mikrofone angebracht, die die privaten Gespräche ungeniert in den Außenraum übertrugen. Billige Alarmanlagen aus dem Elektro-Ramsch-Laden hat er in großen Museen selbst installiert und ahnungslose Besucher zu potentiellen Kunstdieben gemacht. In Fotoautomaten hat er mit einer simplen Intervention dafür gesorgt, dass statt des gewünschten Passbildes ein Porträt mit dem berüchtigten schwarzen Balken über den Augen herauskam.

Quelle: Fm4