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Rudi Dutschke kann nicht tanzen.

Robert Etlinger

Ein Anti-Manifest.
Ein Buch über das Leben in den Fußstapfen der „68er“: systematische Gleichschaltung am freien Markt, totalitäre Individualismus-Illusion, High-Speed-Kommunikation, Bedeutungsschwerelosigkeit, Verzweiflung, Resignation und Werbung. Zu den Synthie-Pop-Klängen der 90er Jahre eröffnet der Protagonist das Feuer. Und scheitert grandios.

Die 1990er Jahre waren eine Inferno-Dekade. Alle rückten näher zusammen. So nahe, dass am Ende nur noch überkochter Grießpudding übrig war. In der Farbe blass-grau.

Der Anfang war das Ende. Der Anfang aller adoleszenten Ich-Suchen war gleichzeitig das Ende. Und heute? Heute herrscht Krieg. Der Klassenkampf ist vorbei. Jetzt heißt es: Selbstbild gegen Selbstbild. Bedeutungsselbsterhöhung durch Erniedrigung aller Selbstbildverzerrer, zur Selbstbilderrahmenverankerung. Das ist SPARTA!

Samstagabend. Markus L. ist 38 Jahre alt und hat die Wahl. Morgen ist Wahlsonntag. Er wird seine Stimme abgeben. Sollen sie damit doch machen, was sie wollen. Aber wer die Wahl hat, hat die Stumpfheit. Markus ist durch. Mit allem.

„Wir haben alles gesehen, alles gehört und unsere Eltern haben uns sexuell befreit. Wie es jetzt weitergeht? Vielleicht schaffe ich es, in absehbarer Zeit, schneller als mein Schatten zu ziehen. Sonst habe ich nichts mehr vor. Cheers!“
Robert Etlinger, geboren 1976 in Wien, ist diplomierter Werbefachmann und freischaffender Jongleur. Etlinger kann „gaberln“. 150 Mal ohne Unterbrechung und Bodenkontakt. Im Sitzen. Ansonsten hat er nichts mehr vor.