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RE-PLAY


Anfänge internationaler Medienkunst in Österreich
Beginnend bei den Anfängen von Kunst in elektronischen Medien in Österreich werden erstmals die österreichischen Leistungen im internationalen Kontext und deren Vernetzung dargestellt. Anlässlich der gleichnamigen Ausstellung in der Wiener Generali Foundation (12.05. - 06.08.200), die sich sowohl ins Fernsehen als auch ins Radio und Internet ausdehnt, erschein diese Publikation.

Die Entwicklung der Kommunikations- und Aufzeichnungstechnologien nach dem Zweiten Weltkrieg weckte das Interesse am ästhetischen, politischen und sozialen Einfluss der globalen Kommunikation. Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre begannen auch in Österreich Künstler, mit den eben auf den Markt gelangten audiovisuellen Heimtechnologien (Videoausrüstungen, Stereo-Magnetofon, Tonbandkassette) zu arbeiten.

Diese Pioniere der Medienkunst waren in den internationalen Informationsfluss über aktuelle Entwicklungen in der Kunst voll eingebunden und sammelten selbst im Ausland Erfahrungen und tauschten ihre durchaus eigenständigen Ansätze mit jenen der internationalen Künstler, vornehmlich aus Deutschland und Nordamerika aus. Im Zuge einer Vielzahl von international besetzten Ausstellungen und Symposien in Österreich sticht 1973 die "Trigon"-Reihe in Graz hervor. Es handelt sich dabei um die früheste internationale Manifestation zur Videokunst in Europa, bei der neben Projekten österreichischer, italienischer und jugoslawischer Künstler ("Trigon"-Gedanke) erstmals eine große Auswahl an Videos von US-KünstlerInnen zu sehen war.

Der Österreichische Rundfunk (ORF) respektive die Sendungen "Kunst-Stücke" und "Kunstradio", sowie Kunstradio online, fungieren sowohl als mediale Außenstellen als auch als eigene Sektion in der Ausstellung. Neben Features zur Ausstellung RE-PLAY werden in Fernsehen, Radio und Internet historische Werke gesendet, teilweise als Premiere, da einige nie ausgestrahlt worden sind. Umgekehrt sind Arbeiten aus den Bild- und Tonarchiven des ORF, sind Kunst-Stücke und Kunstradio in der Generali Foundation präsent.

Neben Video- und Audioinstallationen sind in RE-PLAY zahlreiche Videobänder sowie Audioarbeiten von ca. 20 österreichischen und 50 internationalen KünstlerInnen zu sehen. Eine Vielzahl der Werke musste dazu mehr oder weniger restauriert oder rekonstruiert werden.