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Philosophie und Selbstbeschreibung Kojève, Heidegger

Günther Rösch

Hegels Philosophie führt zum Ende der Geschichte. Nietzsches Denken erreiche das Ende der Metaphysik. Rösch interpretiert die Denkmöglichkeiten der Philosophie als Konkurrenz zwischen ihrem wandelnden Paradox und der Sprache der Poesie.

Alexandre Kojève sagt über die Philosophie von Hegel, diese führe in letzter Konsequenz zu einem Ende der Geschichte, an dem die Figur des Weisen erscheint. Martin Heidegger sagt über das Denken von Nietzsche, dass es das Ende der Metaphysik erreicht und verlegt die Beantwortung der Frage nach dem Sein in einen Bereich, den man Poetik des Seins nennen kann. Beide wegweisenden Interpretationen führen zu einem metaphorischen Haltepunkt jeweils ist die Rede von einem Ende über den die Logik der Argumentation hinauszeigt: die Figur des Weisen und die Poetik des Seins gehen aus der Immanenz der Philosophie als neue Denkmöglichkeiten hervor. Der Weise ist das wandelnde Paradox der Philosophie, die dichterische Sprache ist die von ihr beneidete Konkurrenz. Die Situation der Geschlossenheitzwingt zu einem Abtasten der Grenzen. Was sagt die Philosophie über ihre (unsere) Situation?