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Parma violet

Pieter Slagboom

Symbolische Räume und Räume, die zu Symbolen werden: In den Zeichnungen von Slagboom werden wir mit einer Analyse des Bildes in unserer heutigen Kultur konfrontiert, umgesetzt in träumerische Wälder von Metaphern, Emblemen und imaginären Welten.

Die Szenen in den Werken von Slagboom übersteigen die traditionelle Zeitdimension und verbergen sich in Erzählungen, die nicht an eine bestimmte Zeit gebunden sind. Dadurch sind sie mit den Mythologien von Borges verwandt, in denen Themen, wie das Labyrinth, der Spiegel und der Doppelgänger, angesprochen werden und in denen sich die Wirklichkeit fortwährend in einer imaginären, visionären Welt auflöst.

Seine Werke enthalten häufig Zimmer, Stadtteile, Bauwerke und Maquetten, Symbole von Orten, Symbole von Gebäuden. Jede Szene, jede Situation, die von Slagboom beschrieben wird, ist in eine genaue Dimension gebracht.

Pieter Slagboom verwendet in seinen Zeichnungen auch häufig eine tautologische Dynamik, indem er das eine Bild in das andere stellt und auf diese Weise auf der Suche nach der am tiefsten verborgenen Dimension in verschiedenen Realitäten gräbt. So wird das Zeichnen selbst zu einem Prozess, um in der Psychologie der heutigen Gesellschaft zu wühlen, aus einer persönlichen Perspektive voller mythologischer Symbole aus dem Absurden und aus der Realität heraus. Bauwerke bilden oft den Mittelpunkt seines Werks und sind oft aus menschlichen Ausscheidungen aufgebaut. Damit verändert Slagboom die übliche kulturelle Konnotation dieser Ausscheidungen und verleiht ihnen dadurch schaffende Eigenschaften. Mit der gesamten Symbolik, die er verwendet, scheint der Künstler vor allem konventionelle Bedeutungen und Werte zur Diskussion stellen zu wollen.

Autor des Textes: Lorenzo Benedetti.

Sprache: Deutsch