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Observer Effect

Naho Kawabe

Mit „Observer Effect“ legt die seit zehn Jahren in Deutschland lebende japanische Künstlerin Naho Kawabe einen reich ausgestatteten Katalog vor.

Gestaltet von dem Designer Mitsugu Mizobata aus Tokyo und begleitet von Texten der KunsthistorikerInnen und KuratorInnen Waltraud Brodersen, Belinda Grace Gardner, Ludwig Seyfarth und Aomi Okabe bietet das Buch einen konzentrierten Blick auf das Werk der Video-, Foto- und Installationskünstlerin. Prozesshaftes Vorgehen auf minimalistischer Grundlage kennzeichnet viele Arbeiten Naho Kawabes: Ob ein Eisbär in einem Zoobecken ruhelos auf- und abtaucht, ob die Künstlerin als Sitzfigur ohne Stuhlstütze plötzlich ins Bodenlose fällt, ob bei Nacht aufgenommene Schneeflocken, die bei Windstößen in Wirbel geraten, schwarzweiß wirken und durch technische Farbtrennung bunt erscheinen, oder ob ein Lichteinfall auf den Boden eines abgedunkelten Raums von einer filigranen Spitzengardine aus gesiebtem Kohle- bzw. Gipsstaub gefiltert erscheint - immer werden Zustände des Fließens, des Schwebens, des Fragilen, der Auflösung, des Transitorischen hergestellt und Grenzgänge thematisiert. Für ihre Arbeit „Der Weg“ lief Kawabe 2008 mit einer Handkamera den Pfad durch die Pyrenäen von Frankreich nach Spanien ab, den Walter Benjamin auf seiner dramatisch endenden Flucht nahm und überblendete die Aufnahmen mit Zitaten aus seiner Theorie des Flanierens.

Quelle: Revolver Publishing