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Nebengleis

lapidar

im offenen projekt „zeitweise“ beschäftigt sich das künstlerduo 'lapidar' ursula stiglitz und roland purkhart mit orten und zonen, in denen ein umbruch, eine veränderung, eine erneuerung geplant oder erwartbar ist.

gegenstand der fotografischen untersuchung ist der allgemein erfahrbare raum dieser gebiete im wartezustand. nicht das offensichtliche, sondern das indirekt erfassbare wird zugänglich gemacht. äußere erscheinungsformen erzeugen die kulissen, durch die die präsenz des menschen durchsickert, nach außen dringt, sich zeigt oder verbirgt. es entsteht eine beinahe beiläufige bestandsaufnahme im stadtraum des alltags.

in der serie „nebengleis eins“ bewegen wir uns im westlichen angrenzenden bestand rund um den in bau befindlichen hauptbahnhof: nicht unmittelbar planungsgebiet wird in diesem bereich aber durch die umfassenden veränderungen in direkter nachbarschaft das lebensumfeld der bewohner, arbeitenden und nutzer eine umschichtung erfahren. wesentliches element der fotografischen analyse ist die gleichzeitigkeit, das nebeneinander zweier sichtweisen. dabei ergibt sich nicht ein aufeinanderprallen von gegensätzen, vielmehr werden die leichten verschiebungen im blickwinkel unterschiedlicher charaktere spürbar. die entdeckung des stadtraumes wird überlagert von der entdeckung individueller erkenntnisstrategien.