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Nagaoka

Achim Stegmüller

Endlich gibt es sie wieder, die Fantasie. Wachtürme auf Augenbrauen, Blumen, die aus Köpfen wachsen, Schauschlachthäuser, merkwürdige Kinder und eine geballte Ladung Japan.

 

Während dieser Tage war das Reisfeld zur archäologischen Ausgrabungsstätte erklärt worden. Unter der Fahrradgarage von Nagaoka wollte man einen alten Kaiserpalast aus dem achten Jahrhundert lokalisiert haben. Hinter der Rückseite der Fahrradgarage waren daher alle Reispflanzen beseitigt worden, eine Fläche ungefähr so groß wie ein halber Tennisplatz. Ein kleiner Bagger stand neben der Ausgrabungsstätte, in dessen offene Kabine ich mich nachts zur Wache setzte. Ich mochte die Baggerkabine. Hier hatte ich Ruhe, hier war ich für mich. Ich trank ein, zwei Bier, hatte eine gute Sicht auf das Dach der Garage. Sobald die Gespenster auftauchten, wollte ich hinauf und sie vertreiben.

Sprache: Deutsch