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...nach den Medien

Siegfried Zielinski
Nachrichten vom ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert
Der Professor für Medientheorie und Variantologie der Künste skizziert die Ablösung traditioneller Medien durch elektronische Kommunikation. Dabei hypotetisiert er die Zukunft und unterscheidet klar zwischen Online- und Offline-Existenz.

Die Medien sind überflüssig geworden. In einer tour d horizon durch die letzten sieben Jahrzehnte Entwicklung diskutiert Siegfried Zielinskis Essay, wie die Mittel der technisch basierten Kommunikation systemischen Charakter bekommen konnten und wie Theorie, Kunst und Kritik in diesem Prozess wirksam gewesen sind. Medienexplizites Denken wird medienimplizitem Denken gegenübergestellt. Eine Neuinterpretation des Künstlers Nam June Paik sowie eine Einführung in die Arbeit der Gebrüder Chapman bilden das Scharnier aus der Perspektive der Kunst. Am Ende stehen zwei Appelle. In einem Entwurf für eine genaue Philologie präziser Dinge deutet Zielinski an, wie es in einer möglichen Variante nach den Medien weitergehen kann. Mit einem Vademecum gegen eine psychopathia medialis plädiert das Buch schließlich in Form eines Manifests für die Unterscheidung zwischen einer Online-Existenz und einem Offline-Sein.