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Moderne: Selbstmord der Kunst?

Weibel / Steinle / Danzer (Hg.)

Viele sagen, die Aufgabe von Kunst sei das Abbilden von Realität. Hat dann die Moderne die Kunst ermordet, wenn sie Realität nicht abbildet, sondern ausstellt?

 In der radikalen Moderne wurde alles, was bis dato gemalt, also nur visuell dargestellt worden war, durch die Realität und durch reale Dinge ersetzt – so die These dieser Publikation: Auf die Verbannung der Gegenstandswelt aus der Kunst durch die abstrakte Malerei antwortete Marcel Duchamp mit der Erfindung des Readymades. Später traten Aktion oder Performance an die Stelle der gemalten Porträts von realen Körpern, statt gemalter Landschaft gab es die Land-Art, statt gemalter Stillleben reale Gegenstände in Assemblagen oder Installationen. Der Band untersucht diese These in diversen Kapiteln und anhand von über 400 Werken aus der Sammlung der Neuen Galerie Graz: Linie – Farbe – Licht – Ton – Bewegung – Landschaft – Stillleben – Interieur/Möbelskulpturen – Medienrealität – Interaktion zwischen Kunstwerk und Betrachter – Körper. Texte von Peter Weibel begleiten die Darstellung. Eine Chronologie zur Ausstellungs- und Sammlungstätigkeit des Museums ergänzt den umfangreichen Tafelteil.