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LÄRM

Stefan Bidner, Conny Blom, Adina Felicitas Camhy
Tortuga #2
Tortuga #2 vereint Beiträge, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Thema »LÄRM« annähern: Was verrät einem BauLÄRM über das tatsächliche Geschehen?: „baut man hier neues, reißt man hier ab? der lärm verrät mir nicht – ist das fortschritt, ist das demerdbodengleichmachen.“

Störungen und Bildrauschen werden als optische als auch urbane Ereignisse begegnet: „White Noise wird das Phänomen genannt, wenn ein Zuviel an Information nicht mehr verarbeitet werden kann und so zum Verschwinden des Informationsgehalts führt.“ Dem Spannungsfeld LÄRM-Stille wird auf den Grund gegangen: „Lärm bedroht die Ordnung. Lasst uns also den Lärm erhalten. Das Gleiche gilt für die Stille: lasst uns sie aushalten.“ „Wendereden“ und Wort-Bilder verdrehen die Ordnung und klingen aus in Detonation. Die Musikern Ikue Mori spricht über lauten und leisen LÄRM, über Experimente in der Musik und „beautiful noise“. Ein Auszug des Graphic Novels „Bergen“ bewegt sich zwischen weißem Rauschen und Stille, Bergen, Weite und Einsamkeit. LÄRM von außen, von innen – „grauenhafte Lautheit lastet auf allem Erdenleben“ – eine Kampfschrift gegen die Geräusche unseres Lebens: „Kultur ist Entwicklung zum Schweigen!“ Collagierte Wort-Bruchstücke aus Zeitungen: „war Stille eine Vor- aussetzung jeder Hinwendung zum Wesentlichen?“ Der Schlauchapfel reflektiert seinen Lebensweg: „Und dann Gleichgültigkeit, mit einem Pfeifen im Ohr. Unruhe, denn die Ruhe samt ihrer Stille, durfte nicht aufkommen. Gleichgültigkeit, weil Lärm die Verbindung zu meinem Herzen unterbrochen hatte.“ Du und ich: „Lärm aus Ketten“.

Tortuga #2 verbindet Beiträge verschiedenster Form: Lyrik, Illustration, Fotografie, Graphic Novel, Essay, Interview, Kampfschrift, Collage, Kurzgeschichte und Audiobeitrag 

 

Sprache: Deutsch