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Kultur und Gespenster 13

Gustav Mechlenburg, Jan-Frederik Bandel, Nora Sdun, Christoph Steinegger (Hg. und Redaktion)
Stabile Seitenlage
»Die ganze Branche ist konkurs. das Ganze hält sich nur noch mit statischer Schläue.« So äußert sich der Verleger Jörg Schröder 1985 im Film »Die März Akte« gegenüber seinem Betriebsprüfer. Aus dieser physikalisch höchst fragwürdigen Solidität ist der Kulturbetrieb inzwischen in eine offenbar ungemindert stabile Seitenlage gekippt. Um diesen Umstand zu illustrieren, ist das aktuelle Heft »Kultur & Gespenster 13« ein wenig schräg abgeschnitten.

Außerdem kann man lesen, was sich trotz stabiler Seitenlage, Koma und ausbleibenden Rettungsmannschaften noch denken lässt und ließ.

Adorno bekam Fanpost. Seine interessierten Leser befragten ihn zu so unterschiedlichen Dingen wie der Organisation eines Coming-out oder dem Bau von Umgehungsstraßen. Adorno antwortete gewissenhaft. Philipp Felsch und Martin Mittelmeier haben eine Auswahl der schönsten Korrespondenzen zusammengetragen und kommentiert. 

 

Pierangelo Maset und Daniela Steinert berichten von der derzeit irrsinnigen Lage an den deutschen Hochschulen.

 

William Pannapacker beschreibt Vergleichbares aus dem amerikanischen Universitätsbetrieb und rät dringend von der Promotion ab (es sei denn man hat ein mittleres Vermögen geerbt und langweilt sich damit).

 

Marie Luise Birkholz interviewt Joachim Häfele zur sogenannten Broken-Window-Theorie, dabei geht es auch um Kaugummiflecken und kriminelle Taschentücher.

 

Johannes Hoff bewegt sich auf den Spuren von Hugo Ball und dessen Idee einer Neujustierung des Verhältnisses von Wissenschaft, Kunst und Religion.

 

Till Greite berichtet über Walter Höllerers Literarisches Colloquium, das verblüffende Ähnlichkeit zu einem kreativen Assessmentcenter hatte.

 

Das Insert dieser Ausgabe ist der Ausstellungsserie Reihe:Ordnung gewidmet, die bis 2009 im Kunstverein Harburger Bahnhof gezeigt wurde.

Eine Rückschau auf ein Ausstellungsexperiment von Britta Peters und Tim Voss sowie allen beteiligten Künstlern.

 

Außerdem in bewährtem Durcheinander Bilder, Rezensionen und weitere Texte von: Jens Asthoff, Jul Gordon, Hans Imhoff, Leo Leowald, J. D. Löffelholz, Frank Lüsing, Paul Maenz, Heiko Neumeister, Christiane Opitz, Nora Sdun, Harald Nicolas Stazol, Daniela Steinert, Anke Wenzel, Steffen Zillig.

 

Sprache: Deutsch