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KKK

Vintila Ivanceanu, Josef Schweikhardt
Kunst Klang Krieg
In einem furiosen Ritt durch alle erdenklichen Fachgebiete und Assoziationsebenen gelangen Ivanceanu/Schweikhardt zu einer offenen Sondersprache zwischen Wissenschaft und poetischem Essay.
Der Mythos göttlicher Wortherrschaft ist Archetyp im Rationalisierungswahn des Logos. Außereuropäische Weltbilder und moderne Urknall-Physik preisen ein ganz anderes Grundmuster: den Klang. Seine Allmacht erstreckt sich von schwingenden Strings zum digitalen Soundscape, von Militärmärschen bis hin zu Heavy Metal. Die metastatische Zivilisationsmaschine liefert einen Dauerkrieg: Konsonanz gegen Dissonanz, Dezibel gegen Stille, Höllenlärm gegen sphärische Engelsmusik, Musikavantgarde gegen die eingerosteten Orchesterheere der Tradition. Doch jenseits von symbolischer Gewalt tobt der reale Klangkrieg durch antike Lärmkanonen, durch Kampfgeheul, Explosionssymphonien von Bomben und durch die lautlose Apokalypse der Ultraschallwaffen. Es agieren aber auch globale Friedenstruppen: asiatische Klangheiler, moderne Tontherapeuten, esoterische Schwingungssanitäter. Und während draußen die HyperOhren der Teleskope das All abhören und die Medien ihre Geräuschmassen hochladen, erfüllt sich im zugeknallten Subjekt ein neues, körperliches Akustikschicksal: die Phonokratur. KKK schließt die Tetralogie Bastard ab.