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Kafkas Raum im Zeitalter seiner digitalen Überwachbarkeit

Sigrid Hauser

Der Titel dieses Buches verweist auf den berühmten Titel von Walter Benjamin Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, nach dessen Sinn die Gedankengänge von Reproduzieren und Überwachen mit unserem heutigen technischen Fortschritt im Zusammenhang gebracht werden, ausgehend von der Architektur in den Romanen Franz Kafkas, die in ihrer Interpretierbarkeit weit über unsere Zeit hinausweisen.

Was Sprache in ihrer Ein- und Vieldeutigkeit alles meinen kann, das bestätigen gerade unzählige Kafka-Interpreten immer aufs neue. Insofern haben in diesem Buch wörtliche Zitate einen hohen Stellenwert: einerseits aus den drei Romanen Kafkas, andererseits aus Medienberichten, Gesetzen, politischen Äußerungen und nicht zuletzt aus Werbeslogans unserer heutigen Zeit.
Begriffe, die unser aktuelles Gesellschaftssystem definieren, strukturieren den Inhalt in alphabetischer Ordnung - sie werden als Protagonisten der Überwachung thematisiert. Die Abschnitte, welche die Architektur von Kafka zu Wort kommen lassen, stehen dazwischen mit Zitatfragmenten als Titel, sozusagen als Regieanweisungen der Überwachung.
Dieses Buch stellt Kafkas Werk in eine neue Beziehung zu unserer globalisierten Welt. Der architektonische Raum in seiner Literatur bildet den Rahmen und den Hintergrund dieser Beziehung.
Literarisches Sachbuch, gesellschaftskritische Reflexion oder architekturtheoretische Auseinandersetzung: Dieser Text entzieht sich jeder Katalogisierung, die Interpretation ist inbegriffen, die angefügten Fotos sind daran beteiligt.