CHRISTOPHER WILLIAMS, JEROEN DE RIJKE/WILLEM DE ROOIJ



Auf Einladung der Secession erarbeiten de Rijke / de Rooij und Christopher Williams gemeinsam eine Ausstellung, die alle Räume des Hauses bespielt. Ihre unabhängig voneinander entwickelten Positionen treten dabei in einen Dialog, der die Ähnlichkeiten des Ansatzes und die Differenzen in der Ausführung sichtbar werden lässt.

 Ausgehend von einer am Dokumentarischen orientierten Ästhetik untersuchen sowohl Williams als auch de Rijke / de Rooij Zustand, Präsenz und Wirkung fotografischer Bilder. Allgegenwärtig in den visuellen Kulturen der Gegenwart haben diese Bilder eine merkwürdige Durchsichtigkeit angenommen - wahrgenommen wird nicht das Bild, sondern das, was es darstellt. Sowohl motivisch als auch durch die Verwendung spezifischer Techniken und Präsentationsformen sorgen die drei Künstler für eine Rückbindung der Fotografie ans Fotografierte.

 

"Art is artificial, and we like that." De Rijke / de Rooij rühren mit ihren Arbeiten an die Selbstverständlichkeiten des Sehens und des Übersehens. Bilder, so lassen sie erkennen, sind gleich in doppelter Weise produziert - konkret als Filme, als Fotografien und Installationen, gesellschaftlich aber von den Konventionen der Wahrnehmung und der Inszenierung. Langsam sich entwickelnd, visuell opulent oder in der Konfrontation mit Texten provozieren ihre Arbeiten Blickweisen, die sich an Veränderungen im Detail schärfen, ohne dabei auf konsistente Narrationen angewiesen zu sein: Ihre Bilder erzählen keine Geschichte als die eigene. 

 zwei Bände!

D/E