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History has left the building

Francis Hunger

Francis Hunger ist ein Geschichtenerzähler des Informationszeitalters, der die medialen Instrumente für seine Performances und Installationen zu nutzen weiß. Mysteriöse Radiosignale, ein ternärer Computer, das weite Feld der sowjetischen Raumfahrt sowie das Verhältnis all dieser Bereiche zu fordistischen Produktionsregimen bilden die Fixpunkte seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit Technologie- und Ideologiegeschichte (Quelle: Verlag).

Sein Material liegt in den Archiven der ehemaligen Sowjetunion vergraben oder gehört schon zum kulturellen Wissen wie die Filme von Dziga Vertov, von denen er drei bei der Inszenierung von Menschenmassen analysiert hat und in der Installation "Tolpa" zusammenbringt. Dialoge daraus sowie ein Ausschnitt aus seinem Drama "Die Frau, die nie ins Weltall" flog werden in "History has left the Building" erstmalig abgedruckt.

In dem Katalog: Ein visueller Essay von Till Gathmann und Francis Hunger, der die historische Epoche von 1917 bis 1990 – dem Beginn und Ende des Sozialismus in der Sowjetunion und in Osteuropa – umfasst. Ein Essay der Kunsthistorikerin Inke Arns, die Francis Hungers Rezeption der historischen Avantgarde in einem weiten Panorama künstlerischer avantgardekritischer Positionen in Osteuropa beschreibt sowie eine umfangreiche Fotodokumentation der Ausstellung im Hartware MedienKunstVerein Dortmund mit Werkbeschreibungen von Fabian Saavedra-Lara.