Add Items to Cart

Da

Heinrich Dunst

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Texten von Liam Gillick und Vanessa Joan Müller sowie einer umfangreichen, von Walter Pamminger konzipierten Bildstrecke. Letztere überträgt das Ausstellungskonzept mit der Wand als einem Prinzip, das mit Vorder- und Rückseite den Raum ebenso wie die Wahrnehmung der einzelnen Elemente organisiert, auf das Medium Buch.

Für die Secession entwickelt Dunst eine neue Installation. Organisierendes Prinzip ist eine diagonal den Ausstellungsraum durchschneidende Wand, die als Träger eines Hypertexts fungiert. Aus verschiedenen medialen Elementen wie Buchstaben aus rosa Dämmstoff, monochromen Gemälden, verfremdeten Alltagsobjekten, einer osmanischen Miniaturmalerei und Kopien zum Thema Hand konstruiert er ein unhierarchisches Bildfeld. Eines seiner zentralen Motive ist das Zeigen und die damit verbundenen Frage nach der Schnittstelle zwischen Verkörperung und Repräsentation. Offenkundig wird dies etwa in den zwei titelgebenden Buchstaben D und A, die zum einen als an die Wand gelehnte Körper ihr unmittelbares Dasein als Skulptur behaupten, zum anderen zusammengenommen als Wort verstanden werden können und somit als eine symbolische Geste des Zeigens auf etwas Anderes, Abwesendes verweisen. Dunst tastet die verschiedenen semantischen Zuordnungen ab und lässt sie zwischen Materiellem und Konzeptuellem, Sprache und Bild oszillieren. Seine Setzungen sind gleichermaßen als souveränes schriftliches Zeichen zu lesen, als skulpturales Objekt und Spur des Künstlersubjekts zu betrachten sowie im Wahrnehmungszusammenhang mit ihrer räumlichen Nachbarschaft zu verorten.

Sprache: Deutsch/Englisch