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Hausstellung

Universität für angewandte Kunst (Hrsg.)
in der blauen Lagune
Interventionen von Studierenden der Klasse Norbert Radermacher, Kunsthochschule Kassel,
und der Klasse Fotografie, Gabriele Rothemann, Universität für angewandte Kunst Wien.

 

Die Blaue Lagune verspricht mit ihrer großen Anzahl von Musterhäusern, die sich über ein weitflächiges Areal erstrecken, die finanzierbare Erfüllung von Wünschen und Lebensentwürfen. Die begehbaren Häuser stehen modellhaft für eine mögliche reale Umsetzung an einem anderen Ort. Sie wirken eingerichtet und vermitteln in ihrer Vielfalt den Eindruck individuellen Wohnens.

Die Fertighaussiedlung, die tagsüber als Verkaufsausstellung geöffnet ist, verwandelt sich in der Nacht in ein menschenleeres Bühnenbild. Zugang hat nur der von einem Hund begleitete Sicherheitsdienst. Dann erwacht die Natur und die Blaue Lagune wird zum Biotop.

Dieser besondere Ort wurde zum Anlass, ein umfangreiches Ausstellungsprojekt zu initiieren.

Im Frühjahr 2009 besuchten die Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien und der Kunsthochschule Kassel das Fertighauszentrum in Vösendorf und planten über einen längeren Zeitraum hinweg individuelle künstlerische Vorhaben.

Für die zweitägige Ausstellung realisierten die Studierenden multimediale Rauminterventionen, skulpturale Eingriffe, Fotografien, Soundinstallationen und Performances. Der Begriff des Modells, der Fiktion, der Verfremdung und Aneignung, die Hinterfragung des Alltags und des Lebens in kleinfamiliären Strukturen wurden zum Sujet der einzelnen Projekte.

Die KunststudentInnen verwirklichten teilweise auch im Team ihre künstlerischen Eingriffe in Musterhäusern, in der künstlich angelegten Landschaft, auf brachliegenden Grundstücken und Fundamenten.

Begleitend zur temporären Ausstellung erschien ein auch in diesem Buch abgebildeter Lageplan, mit dessen Hilfe die BesucherInnen zu den einzelnen Projekten gelangen konnten. Während eines Spazierganges durchquerten die Gäste die parkähnlich angelegte Musterlandschaft, betraten die Häuser und entdeckten neben großen Installationen subtile Eingriffe, die die vor Ort repräsentierte Realität und ihre vermeintliche Sicherheit ins Wanken brachten.

Die Universität für angewandte Kunst Wien entschied sich für eine Publikation, um die vielfältigen Projekte, den besonderen Ausstellungsort und die internationale Kooperation zu dokumentieren.