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Go Johnny Go

Gerald Matt, Thomas Miessgang, Wolfgang Kos
Die E-Gitarre - Kunst und Mythos
Koproduktion mit der Kunsthalle Wien

Der Spruch "This machine kills fascists", den Woody Guthrie einst auf seine Gitarre schrieb, macht deutlich, daß dieses Instrument immer schon mehr war als ein Ton-Erzeuger. Die E-Gitarre ist Werkzeug des ästhetischen und gesellschaftlichen Einspruchs, Metapher des Aufbegehrens und der Selbsterhöhung. Wenn Jimi Hendrix seine Gitarre mit den Zähnen liebkost, wenn Pete Townshend sie auf der Bühne in Stücke haut, wenn Courtney Love in gewaltigen Blockakkorden der Girl Power zum Selbstausdruck verhilft, dann ist in diesen Momenten das ganze Panorama der metaphorischen Möglichkeiten, die in der Gitarre stecken, gefaßt: Sie ist ein Instrument, das politischen Parolen und subjektivem Selbstausdruck jene Dezibelstärke verleiht, die sie im gesellschaftlichen Echoraum hörbar macht. Go Johnny Go, betitelt nach dem berühmten Gitarristen-Song "Johnny B. Goode" von Chuck Berry, zeigt, wie eng die Geschichte der Gitarre seit den sechziger Jahren mit der bildenden Kunst verwoben ist: von der Pop-Art über die "Neuen Wilden" bis zu einer jungen Künstlergeneration und ihrer Verwendung der Gitarre als Zeichen innerhalb der Popkultur. Zahlreiche Fotos, Poster und Plattencover belegen die Funktionen der E-Gitarre jenseits der Musik: als Logo im öffentlichen Raum, als Instrument der Revolte, als Stil-Utensil und Sex-Symbol. Der Band enthält neben zahlreichen Essays Interviews u.a. mit "Mr. Marshall-Turm" Jim Marshall und Lee Ranaldo, dem Gitarristen der Band Sonic Youth.

Quelle: Verlag