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Ghost / Warrior

Joscha Steffens

Wie funktioniert moderne Kriegsführung in Zeiten der Simulation? Wo endet das Spiel und wo beginnt der Ernst?
Die Fotografien von Joscha Steffens sind keine herkömmlichen Kriegsfotografien: Sie zeigen ein Spiel mit dem Spiel des Krieges, wie es sich in irgendeinem abgelegenen Gehöft der Bundesrepublik all wöchentlich zuträgt.
Die abgelichteten Krieger sind Berufssoldaten oder Berufssoldaten in spe, die sich am Wochenende zu "Softair" -Gefechten versammeln, um mit einem ihnen zunehmend entfremdeten, digitalen Tod auf eine spielerische Weise wider Ernst zu machen. Die Realität unserer heutigen Kriege ist längst selbst in eine Simulation der Krieges übergegangen, in der sich Computerenthusiasten als die aktuellen Helden behaupten. Indem diese "Nerds" die simulative Realität des Krieges erneut in analogen Kriegsspielen simulieren, bringen sie eine existentielle Misere, einen Mangel und ein Bedürfnis zum Ausdruck: Sİe haben das Sterben verlernt - obzwar sie symbolisch schon tot sind, ist ihnen das Reale des Todes abhanden gekommen. Sie bewegen sich zwischen diesen beiden Toden. Sie sind "Ghostwarriors".
 
Die Künstlerpublikation "Ghost / Warrior" enthält die Textbeilage "Vom Kampfgeist der Photographie" von Florian Arnold - eine Analyse der Repräsentation des postmodernen Krieges in der Simulation.
 
Sprache: Deutsch