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Geschichte des Prinzen Biribinker

Christoph Martin Wieland

Der hochwohlgeborene Biribinker ist ein merkwürdiges Kind: Von Bienenaufgezogen, pinkelt er reinsten Nektar, und wenn er sein großes Geschäft erledigt, wird in der königlichen Gesellschaft Konfekt gereicht. Alles könnte honigsüß weitergehen, hätte nicht der alte Zauberer Padmanaba seine Finger im Spiel.

 Und so läuft einiges schief, als sich der junge, edle, wenn auch nicht übertrieben tugendhafte Prinz auf die Suche nach einem Milchmädchen macht. Nach diversen Techtelmechteln mit größtenteils reizenden Elementargeisterdamen (eine sieht sich gar – wenig standesgemäß – in einen Nachttopf verwandelt, den der Prinz freudig in Gebrauch nimmt) und Gesprächen mit einem philosophischen Kürbis kommt es endlich zum Showdown im Inneren eines Walfischs. Christoph Martin Wielands Feenmärchen – erstmals 1764, eingelassen in den Roman »Die Aben theuer des Don Sylvio von Rosalva« erschienen – ist ein an Albernheit unübertroffenes Meister werk der komischen Literatur, dessen galante Abstrusitäten jedem zaubernden Helden vermeintlich fantastischer Literatur die Schamesröte ins Gesicht treiben müssten. Ausgestattet mit einem Nachwort des Komik-Experten Michael Glasmeier und illustriert mit Monotypien von Carola Deye, ist Wielands versponnenes Kunstmärchen ein mehr als würdiger zweiter Band der »Gespenster-Bibliothek« und geeignet, an jedem Kaffeetisch des Landes gelesen zu werden. Honigkonfekt nicht vergessen!