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Farbenhäuser und Lichtgewächse

Sandra Manhartseder, Rainer Hawlik

o.A

Vom Ursprung der Glasarchitektur – bunte Häuser mit kristallinen Formen an ungewöhnlichen Orten künden von einer neuen Gesellschaft in neuen Wohnstätten.

In seinem Hauptwerk Glasarchitektur beschreibt der sozialutopische Schriftsteller Paul Scheerbart 1914 eine gläserne Umwelt, in der er sich seit langem zu Hause fühlte; das Ziel der Architektur sei es, die Erde in einen bewohnbaren Planeten und zugleich in ein kosmisches Kunstwerk zu verwandeln. Diesen Ideen widmet Bruno Taut sein Glashaus auf der Werkbundausstellung 1914, und er ruft posthum Scheerbart zu Ehren den Briefwechsel Gläserne Kette ins Leben, wo er sich vor allem mit dem Künstler Wenzel Hablik zusammenfindet und in dem die Vision gläserner Architektur ein zentrales Thema ist. Drei namhafte Wissenschaftler beschäftigen sich mit Hablik und seinem Hang zum Gesamtkunstwerk; mit Tauts Glashaus, Zeichen und Maßstab für eine Architektur des Leichten und Grazilen; mit Scheerbarts Prosawelten, in denen Kristallbauten und Lichttürme in den unendlichen Weltraum wachsen und die damit nicht nur das Fundament für utopische Architektur, sondern auch für deutschsprachige phantastische Literatur bereiten. Ausstellungen zum Thema finden statt. Mit Beiträgen von Axel Feuß, Manfred Speidel, Ralph Musielski. Mit Interventionen der zeitgenössischen Künstler Alexander Gufler & Arno Ebner, Gerald Nestler, Sylvia Eckermann, Rainer Mutsch, Herwig Kopp.