Add Items to Cart

Europa eine Idee nimmt Gestalt an

Marc Lepoivre

Europa existierte jahrhundertelang als Mythos, als geographischer Raum, als Idee, als Quelle für Identität und noch als vieles andere mehr.

In neuerer Zeit nahm es als Union von Mitgliedstaaten, die innerhalb eines einmaligen rechtlichen und politischen Rahmens zur Verwirklichung gemeinsamer Ziele miteinander zusammenarbeiten, konkretere Gestalt an. Schon lange bestand der Gedanke, dass es notwendig ist, die politischen Kräfte in Europa in einen Rahmen einzubinden, sei es im Wege eines Vertrags, einer Gründungscharta oder einer Verfassung. Dieser Gedanke findet sich zuerst bei Dante, und von... da an setzte sich die Suche über die Jahrhunderte fort bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Gründungsverträge der Europäischen Gemeinschaft und danach der Europäischen Union in konkrete Form gegossen wurden. Während dieser gesamten Zeitspanne befassten sich Denker sehr unterschiedlicher Provenienz mit der Frage, wie Frieden und Versöhnung auf dem europäischen Kontinent einkehren könnten, und verfassten entsprechende Schriften. Mit diesem Buch sollen die aufeinander folgenden Versuche zur konkreten Ausgestaltung dieser ambitionierten Vision als ein wenig bekannter Teil der europäischen Geschichte nachgezeichnet werden. Dabei wird deutlich, dass das Ziel eines befriedeten Europas weit in die Geschichte zurückreichende Ursprünge hat und dass viele der zur Verwirklichung dieses Zieles vorgetragenen Ideen die Europäische Union in ihrer heutigen Gestalt im Kern schon in sich schlössen.

Sprache: Deutsch