Add Items to Cart

Herman de Vries

Robert Jelinek (Hg.)

Ein Konzeptkünstler, der sich mit Fundstücken aus der Natur beschäftigt. Als Vertreter des Informell und der ZERO-Bewegung lebt der niederländische Künstler seit 1970 in Eschenau (Mittelfranken) und arbeitet praktisch vor der Haustür, in seinem 200 km² großen ›Atelier‹, dem Steigerwald.

De Vries schöpft aus der Summe der Möglichkeiten, die die Natur uns seit Jahrtausenden anbietet, ständig erneuert, variiert und verändert. Seine sehr einfachen und sanften Arbeitsmethoden, die sowohl im künstlerischen wie im ontologischen, wissenschaftlichen und ethnobotanischen Bereich Anwendung finden, entbergen ein selbst noch dem kleinsten Natur-Stück innewohnendes Bewegungspotential. Er bewegt sich gerne im kulturellen Niemandsland und sieht es als Aufgabe des heutigen Künstlers, die Kluft zwischen der Gesamtheit des Menschen und dem restlichen Leben aufzuheben. Sein Postulat, den Zufall und die stetige Veränderung im Leben als eine eigene Kunstform zu erachten, gilt uns als mahnendes Plädoyer gegen unser verschüttetes und vergessenes Wissen. 2015 bespielte er den holländischen Pavillon bei der Biennale in Venedig.