Georges Adéagbo

Silvia Eiblmayr (Hg.)
Archäologie der Motivationen - Geschichte neu schreiben
Mit seiner Installation »The Story of the Lion«, die auf der Biennale Venedig 1999 ausgezeichnet wurde, ist Georges Adéagbo einer breiteren Öffentlichkeit in Europa bekannt geworden. In seinen Arbeiten arrangiert der afrikanische Künstler die verschiedensten Objekte und Texte wie Bücher, Zeitschriften, Werbebroschüren, Schallplattenhüllen oder Fotografien, die einerseits aus Afrika, andererseits aus den Ländern stammen, in denen er seine Installationen realisiert.

Georges Adéagbo liefert so (s)eine Interpretation von Prozessen, die zur Entstehung, Verdrängung und Auflösung von Territorien, von politischen und philosophischen Systemen führen. Die Geschichte, die Adéagbo »neu schreibt«, ist plural und nicht hierarchisch. Dabei geht es jedoch nicht um das demokratische Nebeneinander von Fakten und Meinungen, die eine koloniale Beziehungsgeschichte zwischen Afrika und der westlichen Hegemonie sichtbar machen sollen, sondern um die Demonstration des Verfahrens selbst, mit der Geschichte geschrieben wird. Dieser erste monografisch angelegte Band zu Georges Adéagbo dokumentiert 13 Installationen des Künstlers, die seit 1994 entstanden sind. Zum Künstler: Georges Adéagbo *1942 in Cotonou, Benin. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, darunter 1999 Teilnahme an der Biennale Venedig und an der Documenta11. Lebt und arbeitet in Cotonou. Ausstellung: Galerie im Taxispalais, Innsbruck 11.8.-7.10.2001

Sprache: Deutsch, Englisch