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Das unbekannte Meisterwerk

Christian Meyer (Hg.)

Ende der 1980er-Jahre stellte sich eine Gruppe befreundeter Künstler in Deutschland und Österreich die Frage nach der Verortung der Kunst.

War die Kunst in der Persönlichkeit des Künstlers oder in der ihn umgebenden Bohème, im theoretischen Konzept oder gar im Kunstobjekt selbst begründet? Für Förg, Kippenberger, Oehlen und Zobernig war klar, dass in Zukunft Konzept und Kontext eine bisher ungekannte Bedeutung haben würden. Die Unvollendbarkeit des Kunstwerks wurde wie ein Beweis inszeniert. Als Startkatapult für diese ästhetischen Reflexionen ließ sich Honoré de Balzacs Erzählung Das unbekannte Meisterwerk von 1831 leicht übertragen. Aus der Verzweiflung über das Misslingen der Vollendung wird das frenetische Vergnügen am Fragment. Der vorliegende Katalog entdeckt und entfaltet die Virulenz des Themas in aktuellen künstlerischen Positionen und nah an die Künstler heranführenden Texten.

Language: English / German