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Triëdere #14 Kleines Bestiarium

Thomas Ballhausen (Hg), Matthias Schmidt
Zeitschrift für Kunst, Literatur und Theorie
Aktuelles Heft entwirft ein kleines Bestiarium des Alltags: Nicht furchteinflößende Monster interessieren uns, sondern die kleinen Verwerfungen innerhalb der (zoologischen) Ordnung selbst, die zeigen, wie brüchig Normalität stets war und bleibt. Ein bunter Katalog voller untergründiger Obszönitäten und erfolglos ausgeklammerter Zeitgenossen.

Der Bestialität begegnet man im alltäglichen Sprachgebrauch meist im Sinne eines Superlativs: abgeleitet von lateinisch bestia wird damit eine maßlose Form der Grausamkeit bezeichnet, die die Grenzen des Menschlichen — und damit auch des vermeintlich Kultivierten — überschreitet.

Dementsprechend kann ein Heft, das sich allen möglichen Spielarten des Unmoralischen, Obszönen und erfolglos Ausgeklammerten widmet, nicht viel mehr zu sein beanspruchen, als eine Topik, ein theoretisch/literarisch/künstlerischer Setzkasten also, der Beiträge versammelt, die solchen Momenten einer unheimlichen Bestialität, metaphorisch und unmetaphorisch, nachgehen. Was zwischen den Ordnungen wuchert und abdriftet, soll gezeigt, beispielhaft hervorgeholt werden: als Bestandsaufnahme all der produktiven, irritierenden und schönen Schatten hinten dem Gewöhnlichen.

Sprache: Deutsch