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TRANSFORM

Kanton Bern, Franz Krähenbühl
Kunst Raum Prozess
Die Bedeutung des Kunstwerks im ausschließlich musealen Sinne gibt es kaum noch. Heute liegt der Fokus in den Künsten vermehrt auf dem Entstehungsprozess und der Interaktion. Da so kaum etwas Konkretes übrig bleibt, sind Dokumentationen umso wichtiger geworden: Sie sind gewissermaßen das neue Produkt des Kunstprozesses.

Das Projekt TRANSFORM reiht sich in diese Tradition ein. Bisher fand es zwischen 2011 und 2015 in vier Versuchsanordnungen in zwischengenutzten Räumen in Bern statt. Kunstschaffende aus der Musik, den bildenden und darstellenden Künsten wurden eingeladen, vor Ort und mit dem Ort eine Woche lang zu arbeiten, bevor am Wochenende die Türen fürs Publikum geöffnet wurden – und bevor die nächsten das Vorhandene transformierten.

TRANSFORM begibt sich damit auf ungewohntes Terrain: Das Projekt hinterfragt mit seinen Versuchsanordnungen nicht nur starre Abgrenzungen zwischen den Gattungen, sondern stellt sich bewusst ins Dazwischen und wird dadurch schwer fassbar. Diese Publikation versucht es trotzdem: Sie erzählt die verschiedenen Prozesse als eine Art Zwischenbericht nach und vertieft in sechs Beiträgen ausgewählte kunsttheoretische Ansätze.

Sprache: Deutsch