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What if a counter proof makes any proof an illusion?

Antje Guenther

WHAT IF A COUNTER PROOF MAKES ANY PROOF AN ILLUSION? beschäftigt sich mit der Fotografie als Beweismittel, wie dementsprechend mit Hilfe der Fotografie versucht wird und wurde, Hypothesen und Theorien zu beweisen bzw. zu untermauern. Darüber hinaus geht das Buch der Frage nach, inwieweit ästhetische Impulse die Theorienbildung beeinflussen, warum einer Theorie aufgrund ihrer Eleganz ein größerer (wissenschaftlicher) Wahrheitsgehalt zugesprochen wird.

Das Schöne als Eigenschaft des (wissenschaftlich) Wahren zu begreifen, hat lange Tradition und dies gilt es nicht nur kritisch zu hinterfragen, sondern auch für das Buch visuell nutzbar zu machen.

Das Buch ist symmetrisch ausgebaut: Auf Fotografien aus verschiedenen urbanen Zusammenhängen, aufgenommen jeweils aus leicht verschobenen Perspektiven, folgen Reprofotografien von Schneekristallpaaren. Das Buch verwehrt dem Betrachter explizite Antworten, gibt jedoch durch Textfragmente (u.a. zur Supersymmetrie) Hinweise, wie das Buch möglicherweise gelesen werden kann. Es gilt, den Betrachter visuell auf eine Fährte zu locken, ihn dazu zu verführen, die Fotografien aufmerksam zu betrachten um selbst nach möglichen Beweisen zu suchen. In diesem Sinn beleuchtet das Buch  verschiedene Beobachtungsebenen und das Verhältnis zum Beobachter, worauf im Einleger, sowohl mit der Fotografie vom CERN als auch mit Miek Zwamborns Text AMALGAM, Bezug genommen wird.
 
Sprache: Englisch