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Andreas Mader. Die Tage Das Leben

Klaus Merz
1988 - 2018
„Die Tage Das Leben“ ist ein Langzeit-Porträtprojekt, in dem Andreas Mader dieselben Menschen immer wieder fotografierte.

Es wurde in Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Luxemburg und Österreich zusammen mit Arbeiten von Richard Avedon, Rineke Dijkstra, Nan Goldin, Roman Opalka und anderen gezeigt. Mit 100 Abbildungen umfasst es einen Zeitraum von dreißig Jahren und bildet eine mosaikartig verdichtete, große Erzählung des Lebens.

„1988 begann ich enge Freundinnen und Freunde und meine Familie zu fotografieren. Die ersten Bilder entstanden sporadisch aus dem Zusammensein heraus. Wir waren jung, verbrachten ganze Tage miteinander, redeten Nächte hindurch, waren uns nahe und vertraut.

Im Lauf der Zeit porträtierte ich die Nächsten bewusster. Ich sah ihnen dabei zu, wie sie sich fanden und trennten, wie sie Kinder bekamen und diese heranwuchsen. Wie sie alleine und mit Anderen waren, wie sie älter wurden und sich bei der Hand nahmen, um nicht unterwegs verloren zu gehen.

Manche der Freunde zogen weg. An einen anderen Ort, in ein anderes Land. Ein Jahrzehnt ging zu Ende, ein neues Jahrhundert begann. Wir sahen uns seltener, reisten zueinander, um uns nicht aus den Augen zu verlieren, und ich fotografierte weiter. Die wechselnden Orte, die sich verändernden Beziehungen, der Wandel der äußeren Erscheinung und das unmerkliche Verstreichen der Zeit bilden den Hintergrund, vor dem dieselben Menschen immer wieder vor die Kamera treten und das Leben sichtbar werden lassen.“ - Andreas Mader

Sprachen: Deutsch, Englisch