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Cafe de Flor

Jörg Immendorff
Teil 1 und 2
Immendorffs imaginierte Geschehnisse im Café de Flore von 1990 offenbaren voller Raffinesse und Witz – zuweilen auch stets mit einer sozio-politischen Ernsthaftigkeit – die vielfältigen Gäste des Nachtcafés.

Die edlen Toten, die das ebenfalls tote und stillgelegte Café bevölkern, sind von willigen Girls umgeben, zünden sich Zigarren an, werden mit Köstlichkeiten und harten Drinks bedient oder starren versunken ins Leere, während sie an ihrem Tisch von einem grell-gelben Lichtkegel beleuchtet werden. Dunkel und rauchig ist es im Lokal, das die toten Persönlichkeiten in dem nicht mehr existenten Nachtcafé in eine zwielichtige Atmosphäre taucht. Die zwei schlanken Kataloge – einer farbig mit Bleistift und Gouache, der andere mit Bleistift auf weißem Papier – zeigen in einer Vielzahl von Abbildungen, in erzählender und expressiver Weise, die geheimnisvollen Situationen und Gestalten.

Auf stärkeres Papier gedruckt sind die beiden Kataloge, die im Rahmen einer Ausstellung in der Galerie Krinzinger 1991 entstanden, besonders hochwertig gestaltet machen mit den beiden Vorwörtern „Experimentalalkohol“ und „Tafelspitz“ neugierig auf die eigensinnige Ikonographie Immendorffs.

Sprachen: Deutsch/Englisch