Wilhelm Brasse wurde 1917 in Żywiec geboren. Sein Vater war Österreicher, seine Mutter Polin. Vor dem Krieg arbeitete er als Porträtist in einem Fotostudio in Kattowitz. Zur Strafe, dass er der Wehrmacht nicht beitreten wollte, wurde er ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er von 1941 bis 1945 als Fotograf im Erkennungsdienst arbeitete. Er machte zigtausend Porträts von Häftlingen, hunderte Aufnahmen von SS-Männern und dokumentierte mehrere pseudomedizinische Experimente. Nach dem Krieg kehrte er nach Żywiec zurück, wo er bis heute lebt. Seit fünf Jahren arbeitet er eng mit der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz zusammen und trifft sich mit deutschen und polnischen Jugendlichen.