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Towards an as yet unknown denouement

Drago Persic
 (Hg.)
Drago Persic

"Das Verhältnis von Körper und Tuch, Leib und Gewand, Mensch und Bekleidung ist vielfältig. In der Kunstgeschichtsschreibung diente es häufig als Kriterium des Stils und mithin der Begründung einer Chronologie, die es in Folge ermöglichen sollte, Kunstwerke zeitlich und geografisch einzuordnen. Die Frage von Distanz und Nähe zwischen Körper und Tuch hat mit der Zuordnung eines Bildobjekts zu einem Kulturraum, einer Epoche, einem geistesgeschichtlichen und gesellschaftspolitischen Kontext jedenfalls zu tun.

In den Gemälden von Drago Persic sind zu diesem so skizzierten Verhältnis einige bemerkenswerte Finessen zu entdecken, die uns auf die Ambivalenzen hinweisen, welche sich auftun, wenn es um die Verhüllung des Körpers geht. Auch wenn es sich meist nicht um Abbildungen menschlicher Körper handelt, die von einem Stück Stoff bedeckt werden, spielt der Künstler in seinen Kompositionen anhand des Tuchs als Motiv mit dem Verhältnis von Sichtbarkeit, Ähnlichkeit und Lesbarkeit, die auch den menschlichen Körper betreffen, obwohl oder vielleicht gerade deshalb, weil dieser meist absent ist." (Synne Genzmer)

Sprache: Deutsch, Englisch