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Susan Morris

Briony Fer, Felicity Lunn, Sadie Plant
Selbstmoderation
Susan Morris unterwandert die herkömmlichen Vorstellungen des Selbstporträts indem sie die Darstellung der äußeren Erscheinung durch aufgenommene Spuren ihrer alltäglichen Aktivitäten und der unwillkürlichen Bewegungen ihres Körpers ersetzt.

Mit Hilfe von Jahresplanern hat sie Ereignisse wie Weinkrämpfe, schlaflose Nächte oder ihre An- bzw. Abwesenheit in ihrem Atelier dokumentiert und die Daten in umgewandelter Form dann für die Herstellung abstrakter Siebdrucke genutzt. Angesichts der Vergeblichkeit ihr Unbewusstes erfassen zu können ist Morris dazu übergegangen, Zeichnungen mit einem Senklot anzufertigen, um so den bewussten Ausdruck auf ein Minimum zu reduzieren. Durch die Verwendung digitaler Aufzeichnungsgeräte konnte sie daraufhin eine Serie von Tintenstrahldrucken produzieren, die ihre Biorhythmen darstellen. Die Reihe der ‘Motion Capture Drawings’ zeichnen die komplexen Bewegungen nach, die durch die ruckartige Bewegung des Schnurs vom Senklot verursacht werden, das mit Sensoren an verschiedenen Punkten des Körpers verbunden ist.
Zu ihren jüngeren Arbeiten zählen zudem gewebte Wandteppiche, die auf digitalen Aufzeichnungen ihres Schlaf-Wach-Rhythmus beruhen, der von Uhrzeit, kalendarischer Zeit und künstlichem Licht beeinflusst wird. Das Gefühl in einem sozial konstruierten Netzwerk gefangen zu sein erkundet Morris auch mit ‘Concordances’, dabei handelt es sich um Ausschnitte von Zeitungen aus einem Zeitraum von zehn Jahren, die sie als Verblisten konfiguriert hat.
 
Sprache: Deutsch, Englisch