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MEMORY MAPS / HANDWRITINGS VI – XIII

Annette le Fort

Die Memory Maps sammeln und dokumentieren die Erinnerungen verschiedener Menschen an einen bestimmten Ort in einer Stadt.

 Begonnen hat dieses Projekt 2005 in Aley im Libanon. Eine Familie hat mir dort ihren, vom Bürgerkrieg zerstörten, Garten gezeigt. Ich habe ein Foto vom Dach des Hauses aus gemacht, das Bild als große Karte ausgedruckt und die Familie gefragt, ob sie ihre Erinnerungen an den alten Garten hineinschreiben würden. So ist die erste Erinnerungskarte entstanden. Auf diese und ähnliche Weise sind in den letzten Jahren noch sieben weitere Erinnerungskarten entstanden – in Mexiko, Brasilien, Kroatien, Slowenien, Polen und Deutschland. Diese acht Erinnerungskarten zeigen Orte der Begegnung, meist sind es öffentliche Plätze. Es sind Tagebücher, gemeinsam geschrieben von vielen verschiedenen Händen. Die Erinnerungen reichen dabei von Kindheitserinnerungen alter Menschen, die viele Jahrzehnte zurückliegen, bis hin zu eben erlebten Geschichten kleiner Kinder. Dabei wurden die Erinnerungen genau dort eingetragen, wo sie stattgefunden haben. Die verschiedenen Handschriften ergänzen sich und überlagern das Bild, sie schreiben sich in den Ort ein, überschreiben und verändern ihn.

Language: English / German