Mary & der Vulkan


Eine meteorologische Phantasmagorie
Dieses Buch erschien anlässlich der Ausstellung "Mary & der Vulkan". Eine meteorologische Phantasmagorie (14.Mai - 14. August 2016) im KIT – Kunst im Tunnel, Düsseldorf.

Wie entstehen künstlerische Prozesse, was inspiriert Künstlerinnen und Künstler? Zumindest im Jahr ohne Sommer 1816, in dem als Folge des Ausbruchs des indonesischen Tambora-Vulkans große Teile Europas unter Kälte und Dunkelheit zu leiden hatten, gibt es auf diese Frage eine konkrete Antwort: Das schlechte Wetter trieb Mary Shelley dazu, in der Villa Diodati am Genfer See ihren Gruselbestseller Frankenstein zu erschaffen; die Gothic Novel Der Vampyr von John Polidori entstand ebenfalls während jenes Aufenthaltes.

Ausgehend vom „Gespenstersommer“ 1816 präsentiert die Ausstellung Mary & der Vulkan im KIT Arbeiten von 21 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Düsseldorfer Kunstakademie-Umfeld der letzten 200 Jahre bis zur Gegenwart. In Zeichnungen, Bildern, Skulpturen, Soundinstallationenund zeitbasierten Arbeiten wie Video und Performance nehmen sie ein historisches Ereignis zum Anlass einer Reflexion über die Grundzüge kreativen Handels. Konzeptuell versteht sich Mary & der Vulkan als Ganzheit, in der die einzelnen Kunstwerke aufgehen wie konstituierende Elemente eines Systems im Magmastrom. Die Grundstruktur bilden die Referenzthemen Villa und Vulkan, sie kommunizieren im Parcours des Kunsttunnels als Pole der Schau.

Sprache: Deutsch / Englisch