Eva Hradil

Christine Janicek
beziehungsweise
Die Publikation erscheint anlässlich der Austellung des Kunstprojekts „Serendipity“ im Kunstraum Nestroyhof, wo Arbeiten der Malerin und Objektkünstlerin Eva Hradil gezeigt werden.


Die Künstlerin verbindet und vernetzt auf ihren Bildern Schuhe, Sessel, Menschen und Buchstaben untereinander und miteinander, unter Verwendung selbsterzeugter Eitemperafarben, die ihren Bildern Vielschichtigkeit und zugleich Transparenz verleihen. Durch Linien und kühne Überschneidungen setzt sie alle und alles in Beziehung. Nicht das Motiv, sondern vielmehr die Verfügbarkeit der Objekte spielt eine Rolle. In ihrer Malerei bildet Eva Hradil nicht die Realität ab, sondern verwendet Gegenstände, um sie so lange zu zerlegen und ineinander zu verschachteln und zu verweben, bis sie oft nicht mehr einzeln erkennbar sind und als rein abstrakte Formen erscheinen.

Auch werden in Hradils Bildern Gegenwart und Vergangenheit miteinander in Beziehung gebracht. Alte Fotografien und Rechnungsbelege, Briefmarken und Stoffreste werden auf ihren Collagen maltechnisch verbunden. So zieht sie Fäden zwischen damals und jetzt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Sprache: Deutsch