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Bruno Gironcoli & Begi Guggenheim

Begi Guggenheim

Meister, hast du?

Bruno Gironcoli, der leider 2010 verstorben ist, und Begi Guggenheim haben mehr gemein, als man auf den ersten Blick meinen möge. Ich weiß nicht, ob Gironcoli auch mit unidentifizierten Anomalien rechnete, oder unter einer Katzen Allergie litt, die ihresgleichen noch zu suchen hat. Frische Lluft dürfte aber auch Gironcoli genossen haben, besonders im Wiener Prater, seiner Umgebung und seinen Umgebenden. Ich würde weiters, ebenso wie Peter Weiermair schon vor Langem zu Gironcoli, auch den um 41 Jahre jüngeren Guggenheim als einen „Künstler der Apokalypse“ bezeichnen, mindestens.

Ga­la­xi­en kom­men aus un­ter­schied­li­chen Ver­hält­nis­sen. Wäh­rend Gi­ron­co­lis Va­ter sich das Ma­len zur Lei­den­schaft ge­macht hat­te, wa­ren Gug­gen­heims El­tern Pia­nis­ten. Den­noch dürf­ten sich bei­de nach ih­rer ers­ten künst­le­ri­schen Aus­bil­dung an ei­nem ähn­li­chen Sta­tus quo ge­fun­den ha­ben. Für Gug­gen­heim wa­ren die Mög­lich­kei­ten sich als un­ab­hän­gi­ger Künst­ler aus­bil­den zu las­sen in Tif­lis an der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te und in Zei­ten des Post­kom­mu­nis­mus be­schränkt. Der Ge­or­gi­er ab­sol­vier­te ein Stu­di­um zu klas­si­scher Mo­der­ne als Bild­hau­er und Gi­ron­co­li, der als Gold­schmie­delehr­ling ar­bei­te­te, dach­te bei sei­nem Ge­sel­len­brief wohl auch noch nicht, dass sei­ne Schmuck­stü­cke ir­gend­wann zu ge­wich­tig wer­den wür­den, um sie bei­spiels­wei­se an den Oh­ren zu tra­gen.
Spä­ter fan­den bei­de im Aus­land In­spi­ra­ti­on zur Ent­wick­lung ei­ner heu­te be­stän­di­gen Äs­the­tik. Gi­ron­co­li ent­deck­te in Pa­ris un­ter an­de­rem Gi­a­co­met­ti und Gug­gen­heim, dies­mal an der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te in Wien, un­ter an­de­rem sich selbst.
Ihre Wer­ke wa­gen sich an be­reits an­ge­häuf­te The­men der Kunst, je­doch aus­nahms­los ohne an­ge­passt, oder gar ge­fäl­lig zu wir­ken. Eher ge­gen­tei­lig ver­mit­teln die wer­ke eine Ei­gen­stän­dig­keit, die die üb­li­che Ba­na­li­tät end­lo­ser The­men als Ufo zu über­flie­gen wis­sen. Ste­fan Bid­ner be­zeich­net die Skulpturen Gi­ron­co­lis und Gug­gen­heims kon­kre­ter als „for­mal post­fu­tu­ris­ti­sche Fund­stü­cke aus fer­nen Kul­tu­ren“.

Sprache:Deutsch