Denken gegen das Denken - Sabeth Buchmann Reihe polypen Produktion – Technologie – Subjektivität bei Sol LeWitt, Hélio Oiticica und Yvonne Rainer ca. 500 S. € 33,50

 

         

 

„Denken gegen das Denken".  Produktion, Technologie, Subjektivität bei Sol LeWitt, Hélio Oiticica und Yvonne Rainer. Ingrid Hölzl im Gespräch mit Sabeth Buchmann.    

        

Berlin: eine informative Verlagsschau mit und von Andreas Leo FindeisenIm Medium der technologischen Rationalität diese an ihre Grenzen bringen – so könnte die Devise lauten, unter der Sabeth Buchmann künstlerische Arbeiten von SolLeWitt, Hélio Oticica, Yvonne Rainer sowie zentrale Ausstellungen zum Thema »Kunst & Technologie« der 1960/70er Jahre diskutiert. Ihnen ist gemeinsam, mit dem Wechsel vom Fordismus zum Postfordismus das Verhältnis von gesellschaftlichen Produktionscodes und künstlerischer Subjektivität zu reflektieren. Ökonomietheorien, Philosophie insbesondere Henri Bergsons und Gilles Deleuzes oder die US-amerikanische Conceptual Art bilden dabei das Spannungsfeld, innerhalb dessen Sabeth Buchmann diese künstlerischen Ansätze situiert.

 

Im Mittelpunkt des Gesprächs von Sabeth Buchmann und Ingrid Hölzl wird das erste Kapitel  aus 'Denken gegen das Denken' stehen: hierbei geht es um begriffhistorische Parallelentwicklungen  des Technologie- und Subjekt- bzw. Subjektivitätsbegriffs innerhalb künstlerischer, kunstwissenschaftlicher,medien- und kulturphilosophischer Diskurse, die Eingang in den Konzeptualismus der sechziger und  siebziger Jahre gefunden haben. Von hieraus wird der Versuch unternommen, den von der Konzeptkunst  zur Disposition gestellten Topos der künstlerischen Produktion in einem erweiterten Analyserahmen zu beleuchten.   

 

Sabeth Buchmann: Kunsthistorikerin und -kritikerin, Professorin für Kunstgeschichte derModerne und Nachmoderne an der Akademie der Bildenden Künste. Vorstand desInstituts für Kunst und Kulturwissenschaften. Zuletzt publiziert: neben'Denken gegen das Denken', 'Art after Conceptual Art', hg. mit AlexanderAlberro (Generali Foundation Collection series/ MIT/ mass. und Walter König/Köln), 2006. 'Film, Avantgarde und Biopolitik' (hg. mit Helmut Draxler undStephan Geene, Akademie der Bildenden Künste Wien/ Schlebrügge.Editor),erscheint 2008. Aktuelle Tagung: 'Theorie und Affekt', org. gemeinsam mitMarie-Luise Angerer/ Kunsthochschule für Medien/ Köln, schreibt regelmäßigfür 'Texte zur Kunst' und andere Zeitschriften.

 

Andreas Leo Findeisen Universitätslehrer, Autor, Musiker und Netzwerker. Seit 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ordinariat für Kulturphilosophie und Medientheorie, Akademie der bildenden Künste Wien, seit 1996 Mitarbeiter des deutschen Philosophen und Schriftstellers Peter Sloterdijk. Erforscht und experimentiert mit grenzüberschreitenden Formen der Zusammenarbeit in Kunst, Architektur, Medien und Wissenschaft zwischen West- und Osteuropa.

 

Ingrid Hölzl Studium der Afrikanistik, Soziologie und Philosophie in Wien und Paris.Dissertation zur Theorie des fotografischen Selbstporträts am Beispiel von Samuel Fosso an der Humboldt Universität Berlin (erscheint im Februar bei Fink). Derzeit Lehrbeauftragte am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste Wien

 

 

 

Ansicht Salon für Kunstbuch - 10. Jan. 2008