Die Künstlerin Ines Lechleitner begleitete das erste Filmprojekt von Isabelle Ogilvie - einer 28-jährigen, geistig behinderten Schauspielerin in Paris - und dokumentierte sowohl die verschiedenen Begegnungen mit Filmemachern, Künstlern und Philosophen, als auch Isabelles Umgang mit dem bewegten Bild und dem gesprochenen Wort. Ihr darauf basierendes Buch Pièce de Cinéma zeigt in zehn Kapiteln, jedes bestehend aus einem Hörstück, gedrucktem Text und Fotografien, verschiedene Momente dieser Zusammenarbeit.

Pièce de Cinéma - Buch mit Audio-CD (20‘48“) - Ines Lechleitner

 

Erschienen mit der Jan van Eyck Academie Maastricht, NL

Post-Academic Institute for Research and Production Fine Art, Design, Theory

aus dem Buch:

b : Voilà ! Alors papa, qu’est ce que c’est la liberté pour toi ?

c : Tu sais en philosophie quand on pose une question il faut toujours essayer de…

b : Oui pour la philosophie justement !

c : ... de savoir... de savoir pourquoi on la pose.

b: Also Papa, was bedeutet für Dich Freiheit?

c: Weißt Du, wenn man in der Philosophie eine Frage stellt, dann muss man immer versuchen zu...

b: Ja genau in der Philosophie!

c: ... zu wissen... zu wissen, warum man sie stellt.

 

aus dem Buch:

b : Quand je filme, je ne comprends pas pourquoi le vent traverse ma caméra. 

Des fois la lumière est bonne, mais pas toujours. Point.

b: Wenn ich filme, verstehe ich nicht warum der Wind durch die Kamera bläst. 

Manchmal ist das Licht gut, aber nicht immer. Punkt. 

Das Projekt und später die Publikation wurden unterstützt von DRAC Île-de-France (FR), 

BMUKK (AT) und der Jan van Eyck Academie (NL).