“Eine Gesprächsentwicklung war eigentlich unmöglich. Ich bin in den fernen Osten gefahren und habe versucht, mich mit der dortigen Kultur auseinanderzusetzen. Etwa so, als ob man einige U-Bahnstationen später aussteigt als üblich. Im Umfeld aus dem ich komme baue ich modellhafte Situationen, singuläre Spielräume. Genau genommen erscheinen chinesische Künstler moderner als wir im Westen. Die meisten sind imstande, sich selber auszutauschen, sie verstehen sich rein pragmatisch und nehmen ihre Rolle als Künstler nicht ernst. Das Dokument einer provozierten Begegnung mit den Mitteln der Kunst.” (B. Cella)

 

Zu den in diesem neuen Künstlerbuch behandelten Themen zählen neben anderen Gutscheinsysteme, die Kollegialität unter Künstlern, über den Kunstmarkt gewaschenes Schwarzgeld, Einzelkinder, die Ökonomie als einzige Messlatte im Kunstbetrieb, Erwartungsdruck, Clanverpflichtungen, eine Brücke über den Jangtsekiang, erkämpftes Interesse, sprachloser, visueller Austausch, stundenlange Taxifahrten zu Dependancen der Universität, unterlassene Hilfeleistung als nicht strafbares Delikt, Pessimismus gegenüber der Menschheit, China als komplexes, aber leeres Getriebe sowie Isolation und Undeutlichkeit.

 


         


Bernhard Cella, and . learning english has no use,                   Fotohof Edition, 2012, Text: deutsch und englisch 
2012, Softcover, Klammerbindung, 35 x 23 cm, 70 Seiten 
38 Abbildungen von Photoaufnahmen kopierter Photographien auf blau gefärbtem Papier  Edition: 300 nummeriert 
ISBN978-3-902675-67-5
 Special Edition mit Print erhältlich. € 39.-