Salon für Kunstbuch 21er Haus


Vortrag und Gespräch


Im Salon zu Gast: Karin Fehr



Mittwoch, 15.10.2014, 19.00 Uhr



Salon für Kunstbuch im 21er Haus


Arsenalstraße 1


1030 Wien


Der Bildatlas ist ein Instrument zur Betrachtung, ein Ort des Kunstgeschehens, der eine eigene Erlebnisform eröffnet. Die Kunst entsteht im Moment des Betrachtens und zielt auf die Veränderung von Sehgewohnheiten und Interpretationsmustern ab. Ihren „Code“ lesen zu lernen, bedeutet, Bilder im Modus der aktiven Beteiligung wahrzunehmen, mit der Intensität einer Interpretation und Wahrnehmung frei von Suggestion. Für Karin Fehr beginnt das Moment der Verantwortung schon im Akt der Wahrnehmung als solchem.

Gerade im Hinblick auf die aktuelle Diskussion zu Fragen einer genuin künstlerischen Forschung und Epistemologie fällt auf, dass die Künstlerin in ihrem Bildatlas ein Bild neben anderen Bildern fixiert, um den Charakter jedes visuellen Einzelobjekts als einem „epistemischem Ding“ (H.-J. Rheinberger) offenzulegen. Es ist ein Kunstobjekt, das eine komplexe und vielschichtige Untersuchung zugleich einfordert und belohnt.



Karin Fehr, geb. 1962 in Oberkochen/D, 1985-89 Akademie der bildenden Künste München, Bildhauerei bei L. Kornbrust, 1990-1994 Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Franz Erhard Walter und Michael Lingner. Seit 2004 lebt und arbeitet sie in Düsseldorf.

Bernhard Cella ist Initiator des Salon für Kunstbuch im 21er Haus, dem weltweit ersten Museumsshop, der als künstlerische Intervention geführt wird. Das Sortiment versammelt einen vollständigen Überblick österreichischer Produktionen aus der Kunst der letzten zwei Jahre. Bernhard Cella lebt in Wien und studierte freie Kunst und Bühnenbild an der Akademie der bildenden Künste Wien, an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und an der Kunstuniversität Linz. www.cella.at, www.salon-fuer-kunstbuch.at, www.neokuratin.com, collectingbooks.cella.at.
 


         

Buchobjekt, 48 x 32 x 6 cm, 84 Seiten, davon 62, Abb. in Farbe, 368 Einzelmotive