Add Items to Cart

Alfred Kubin (1877-1959)

Hg. Peter Assmann, Monika Oberchristl
Bilder des Phantastischen
Kubin galt zu Beginn der 1920er Jahre als einer der interessantesten Zeichner seiner Generation mit absolut internationaler Reputation; sein Ruf reichte bereits zu diesem Zeitpunkt weit über den "deutschen Kulturkreis" hinaus.

Er konnte auf einen großen Bekanntenkreis wichtiger Perönlichkeiten und Förderer verweisen, war zugleich aber auch stets mit sehr unterschiedlichen Reaktionen auf seine Kunst konfrontiert. Bis heute ist Alfred Kubin eine intensiv und vielfältig diskutierte Künstlerpersönlichkeit geblieben, deren spezifisches Bemühen um eine "eigentümliche Schönheit" die Kunstwelt immer wieder von Neuem herausfordert, weil es sich konsequent gängigen Zuordnungen und Kategorisierungen entzieht. Gleichsam schubweise erfolgte wiederholt eine intensive Beschäftigung mit seinen zwiespältigen Werken; bis heute erscheint allerdings die Bildwelt des Künstlers immer noch so geheimnisvoll und komplex, dadurch aber auch so faszinierend, wie zu seinen Lebzeiten. Nicht zuletzt kommt die singuläre Stellung des Künstlers in der Wortschöpfung "kubinesk" zum Ausdruck, die als Bezeichnung für eine geheimnisvolle, in ihrer Zwiespältigkeit nicht ergründbare Situation von der Erfahrung seiner Kunst herrührt.

(Quelle: Bibliothek der Provinz Verlag)