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Michael Kosakowski
VZ, Mordfantasien
Anlässlich der Ausstellung 49 im Rauchsalon, Wien und des gleichnamigen Films.

Michael Kosakowski (*1975 Szczecin, Polen) ist Regisseur und Produzent zahlreicher Kurz-, Experimental- und Dokumentarfilme, sowie Videoinstallationen.

In der Videoinstallation 49 konfrontiert Michal Kosakowski uns mit einer Erfahrung mit einem Tabu unserer Zeit und unserer westlichen Gesellschaft, dem Tod: Als zeige sich uns der Tod nur noch im zeitgenössischen Gewand der medialen Gewaltinszenierung.

Zwischen 1996 und 2006 produzierte Kosakowski 49 Kurzfilme zum Thema Mord, ersonnen von Bewohnern der Welthauptstadt der Morbidität, Wien: Er befragte erst Verwandte und Freunde, dann KünstlerInnen, MusikerInnen und später auch SchauspielerInnen nach ihren Mordphantasien und ihrer Bereitschaft, diese Phantasien selbst darzustellen. Die Gewaltphantasien scheinen tatsächlich samt und sonders von der medialen Allgegenwart expliziter Gewalt in Film und Fernsehen gespeist zu sein: Keiner der 160 Darsteller verfügt über ein Strafregister oder war je in Gewaltverbrechen real involviert.